Camara de Lobos,26.9.2024
- ulibrosch

- 26. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit

Ich habe einen Ausflug gemacht. Diesmal bin ich mit dem lokalen Bus nach Camara de Lobos gefahren, das hier wohl bekannteste Fischerdorf. Eigentlich ist das kein Dorf mehr mit mehr als 30000 Einwohnern, aber wenn man unten am kleinen Hafen der klitzekleinen Bucht ist, fühlt es sich wirklich dörflich gemütlich an. Das Dorf war die erste Siedlung, die nach der Entdeckung der Insel hier entstand.
Der Name kommt von einer riesigen Mönchsrobbenkolonie, die es hier mal gegeben hat im 15. Jahrhundert. Heute gibt es keine Kolonie mehr. Neben meinem Hotelchen ist ein Tauchspot mit einer Höhle, die eine dieser Mönchsrobben beheimatet. Gesehen hab ich sie aber noch nicht.
Oberhalb des Ortes wird Madeirawein angebaut, ich hab leider nur Bananenpflanzen in rauen Mengen am Hang gesehen.
Unten am Hafen gibt es immer noch die vielen kleinen Fischerhäuser, die von Fischerfamilien bewohnt sind. Hier wird die größte Menge an Degenfisch auf der Insel gefangen und auch der traditionelle Poncha ist wohl ein hiesiges Getränk. Winston Churchill war auch hier und hat am Hafen gesessen und die wunderschönen kleinen traditionell bunt bemalten Fischerbötchen gemalt. Es gibt eine sitzende Statue (ist es dann eigentlich noch eine Statue = Standbild? ) und eine Gedenktafel für ihn.
Nachdem ich mir das Dorfzentrum und den Hafen angesehen habe, bin ich natürlich auf einen Mädchen-Poncha eingekehrt (meint Poncha, aber mit frischem Maracujasaft). Wirklich ganz ganz lecker, dreht aber auch schön. Daher musste ich noch fix ein par Oliven und Brot ordern, damit ich angemessen ordentlich wieder die Heimfahrt antreten konnte.
Nachdem ich mich dem schnöden Müßiggang hingegeben habe, bin ich wieder nach Funchal zurückgefahren, um dort noch ein wenig in der Altstadt mit ihren vielen bunt bemalten Türen rumzubummeln. Herrlich wars !
Mittlerweile war ich auch an dem berühmten Tauchplatz der großen Zackenbarsche. Es gab auch welche, leider nicht ganz so monstergroß, wie ich mir erhofft hatte. Egal, es war trotzdem ein schöner Tauchtag. Mittlerweile kombiniere ich möglichst Bootstauchgänge und für den Nachmittag versuche ich einen geeigneten Tauchbuddy (Tauchpartner) zu finden, um individuell zu Tauchen an den hiesigen Hausriffen. Bisher hat das gut geklappt und wir hatten immer viel Spaß. Beim Wrack war ich mittlerweile auch nochmal, was wirklich gut ist, denn nun kenne ich die Örtlichkeit und kann mich mehr auf das Fotografieren konzentrieren und muss nicht ständig aufpassen, dass ich meinen Tauchpartner verliere (wäre in dem Fall nicht gar zu schlimm, da die Topographie wirklich einfach ist- bis zum Hauptmast und da dann einfach wieder hoch🤭).
Wir waren heute das allererste Tauchboot am Wrack und das war super, denn es gab keine anderen Taucher und das ist für mich zum Fotos machen ein Dräumsche !
Nachdem wir fertig waren kamen 2 große Gruppen das Bojenseil runtergetaucht. Also eigentlich nicht getaucht, denn das ist in meiner Welt eher eine kontrolliert gemächliche Angelegenheit.
Die sind wie die Wahnsinnigen strampelnd am Seil runtergerauscht ohne Rücksicht. Ich hab erst mal nen Tritt gegen den Kopf gekriegt, denn wir hingen da auf 5 Metern für unseren Sicherheitsstop. Ich bin mir sicher, wenn die so überhaupt auf dem Hauptdeck ankommen, ist 3/4 des Tanks leergeatmet. Zu meiner großen Freude, taucht mein Tauchcenter mit einer anderen Philosophie, kleine Gruppen, keine Hektik. Das ist ja gerade das Schöne für mich am Tauchen, dass man gemächlich dahingleitet oder schwebt.
Morgen werde ich nur Vormittags tauchen und mir den Nachmittag frei nehmen. Zum Wochenende hab ich eine Jeepsafari geplant. Selbstverständlich werde ich weiter berichten.









































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