top of page

Jassu Rhodos,30.9.2025

  • Autorenbild: ulibrosch
    ulibrosch
  • 30. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Ich mag das griechische Tschüßwort, denn es bedeutet nicht nur Tschüß, sondern auch Hallo. Da fühlt man sich beim Abschiednehmen schon gleich wieder willkommen für`s nächste mal.

Ich fliege heute wieder zurück in das herbstliche Berlin. Gestern, an meinem letzten Tag, hatte ich eigentlich vor, nochmal an meinem Lieblingsstrand die liebe Sonne zu genießen und meine morgendliche 60 Minuten Meeresschwimmrunde zu absolvieren. Daraus wurde leider nix. Früh um 7:30 Uhr war der Himmel grau, es windete und hatte sich ziemlich abgekühlt. Nun denn, ich bin ja kein Weichei -dachte ich zumindest- so warm das Wasser noch ist, schwimmen geht immer. Schon allein, um den zauberhaften Kingfischer (ein kleiner farbenprächtiger Vogel) wieder zu sehen, der auf meiner Schwimmroute entlang der Felsen offenbar wohnt und fischt. Ich war ganz allein am Strand und das sollte auch so bleiben. Als ich ankam windete es so sehr, daß ich richtig frohr und so gar nicht in der Stimmung für Wasseraktivitäten war. Zudem hatte ich auch noch meinen Wechselbikini und eine kuschlige Jacke ob meines Optimismus vergessen ! Ok, also erst mal lesen, wird bestimmt bald besser…tat es aber nicht. Es fing mal richtig an zu regnen (das Foto ist vor dem Regen).


Ich hockte also mit meinen Habseligkeiten eng unter meinem Sonnenschirm und hoffte, dieser würde den Regen etwas abhalten. So richtig gemütlich war das nicht. Dafür duftete es herrlich, denn der Regen hatte allen Staub von den wunderschönen Kieselsteinen am Strand abgewaschen. Schön sah es außerdem aus, da alle Steine nun wundervoll glänzten. Man kann sich irgendwie immer alles schön reden, hilft bei mir immer !

Als es aufhörte, fingen die Sonnenliegenbetreiber vom Nebenbeach an, die Schirme und Liegen einzusammeln, offenbar neigt sich die Saison nicht nur wettermäßig dem Ende zu. Als es mir dann doch zu ungemütlich wurde, beschloß ich ins nahe Faliraki zu fahren, um dort etwas rumzubummeln. Diese Idee hatten scheinbar alle sich dort aufhaltenden Touristen, die Bars waren schon um 11 Uhr gut gefüllt und Ihre Besucher auch.

Wie ich schon geschrieben hatte, ist Faliraki sicher nicht der Ort für kulturhistorische Highlights, Sehenswürdigkeiten gibt es dort gar nicht. Es gibt Bars und die üblichen Touri- Läden, die alle den gleichen Quatsch an Touristen verkaufen. Nach Rhodos Stadt wollte ich aber nicht, da ob des Wetters die Altstadt sicher vollständig wegen der Menschenmassen aus den Nähten platzt.

Ich bin letztlich trotzdem eine Runde in Faliraki gelaufen und habe meine Touristenstudien betrieben (ich bin ja selber auch ein Tourist, aber natürlich gaaaaanz anders ;-) ).

Als ich nach Hause in mein Dorf Koskinu fuhr, fing es wieder an in Strömen zu regnen. Wirklich, ich hab hier solche Wassermassen von oben noch nie erlebt. Der Himmel war schwarz und das Meer wild. Nachdem ich 10 Minuten im Auto übelegt hatte, ob ich nun aussteige oder nicht (Regenschirm hatte ich natürlich auch nicht und ich muss ja meine Sachen bis zum Abflug irgendwie trocken kriegen), bin ich dann mit Beachhandtuch vermummt in meine Unterkunft gesprintet (was sich in rutschigen FlipFlops nicht ganz einfach gestaltete). Den Rest des Tages hab ich mit Brunhilde der Katze und Leo dem Hund der Besitzer auf dem Bett verbracht, die sich freuten- so schien es mir zumindest- sich im kuschlig trockenem Apartment aufhalten zu dürfen, Kuscheleinheiten inklusive und natürlich Katzen und Hundeleckerlis.

Am letzten Abend (der Regen hatte aufgehört) ging es dann nochmal in die Dorftaverne in der klitzekleinen Altstadt von Koskinu für leckere Mezze. Das sind kleine leckere Häppchen, ähnlich der spanischen Tapas. Es gab marinierte rote Beete, gegrillte Schweinebauchstreifen, Zucchini Puffer, Feta aus dem Ofen mit Paprika und Fava Bohnenpaste mit roten Zwiebeln und Olivenöl. Alles von Mutti in der kleinen Küche bereitet, lecker und urig. Die Taverne ist so wunderschön gelegen mit Tischen und Stühlen unter einem dicken Weinlaubdach und es läuft immer leise sehr traditionelle Volksmusik- gestern tatsächlich mit Nana Muskuri auf griechisch singend ! Wunderbar. Ich hätte vor nicht all zu langer Zeit mein Hab und Gut dafür verwettet, daß ich so was niemals !!! schön finden würde. Nun denn, ich werde eben auch älter und auch ein bisschen sentimental, denn das war Musik, die meine Großeltern auch mochten, neben Bonny M, die mein Großvater Fritz wegen des männlichen Bandmitglieds, der immer so wild tanzte, auch toll fand.

Mittlerweile bin ich am Aiport udn bald geht es zurück. Die nächste Reise steht aber schon fest und ich werde wie immer berichten.


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
Über Mich_edited.jpg

Hallo, danke fürs  vorbeischauen

"Wenn einer eine Reise tut ..." ich berichte hier von meinen Reisen rund um die Welt. Fühl Dich herzlich eingeladen und erlebe mit mir, was ich da draußen in der Welt erlebe.

bottom of page