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Symi, 26.9.2025

  • Autorenbild: ulibrosch
    ulibrosch
  • 26. Sept.
  • 3 Min. Lesezeit

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Das Meer hat sich beruhigt udn die Fähren fahren wieder. Das Fähticket konnte umgebucht werden und nun stand dem Tagesausflug nach Symi nichts mehr im Wege.

Die Insel ist je nach Boot nur 1-1,5 Stunden von Rhodos entfernt (mit Paddelboot natürlich viel länger). Symi ist nicht sehr groß mit gerade mal 10x10 km und liegt nur 9 km von der Türkei entfernt, so dass man sehr gut aufpassen muss, dass sich das Handy nicht automatisch in das nicht-EU  türkische Netz einwählt und man mit horrenden Roomingkosten nach Hause schippert.

Es leben nur noch ca 2500 Menschen auf der Insel, die fast alle im Hauptort wohnen und vom Fischfang, Schrimpsfischen und Tourismus leben.

Berühmt war Symi wegen der Schwammtaucherei und dem Bootsbau, denn diese Boote waren so schnell, dass sie im osmanischen Reich als Postboote genutzt wurden.

Bis Ende des 19 Jahrhunderts wurde noch ausgiebig Schwammtaucherei betrieben und die Insel hatte noch 30.000 Einwohner. Schon vor 3000 Jahren tauchte man hier nach Schwämmen, dem sogenannten “weichen Gold”. Im Krieg gegen Troja polsterten die Krieger aus Symi ihre Rüstungen mit Schwämmen aus, für besseren Schutz udn Bequemlichkeit. Seit 1863 wurde dann mit Taucherglocke nach Schwämmen getaucht und Symi hatte die wohl größte Schwammtaucherflotte und exportierte Schwämme weltweit. Es gibt noch einige Läden hier, welche Schwämmen verkaufen (die aber größtenteils gar nicht von Symi kommen). Das spannende für mich sind jedoch die alten Fotos, die in den Lärchen hängen mit Abbildungen der Taucher damals. Ich möchte nicht wissen, wie anstregemd das wohl gewesen ist, mit diesem ultraschweren Helm und den wie aus Leinen aussehenden Tauchanzügen auf dem Meeresgrund nach Schwämmen zu suchen.

Während des ersten Weltkrieges, als Italien über Dodekanes herrschte, wurde die Schwammtaucherei verboten(ich hab nicht herausbekommen warum) und mit dem Verlust dieses wichtigen Erwerbszweiges wanderten mehr und mehr Bewohner ab.

Bis Ende der 70 er Jahre gab es keine motorisierten Fahrzeuge auf Symi und noch heute werden in den ganz engen Gassen der Oberstadt die Güter mit Eseln transportiert, da es so viele steile Stufen gibt und nix anderes durchkommt.

Das Inselchen hat kein ausreichendes Süßwasser, so dass das Wasser für viel Geld per Tanker nach Symi kam. Mittlerweile gibt es aber eine Seewasserentsalzungsanlage, die leider schon mal abgebrannt ist ( wie eine Wasseraufbereitungsanlage abbrennen kann… ). Jetzt funktioniert alles wieder, aber Süßwasser ist ein kostbares Gut auf dieser sehr trockenen felsigen Insel.

Fast alles spielt sich unten am wunderschönen Hafen ab, der trotz der vielen Touristen für mich immer noch sehr beschaulich wirkt. Man kann wunderbar durch die engen schattigen Gässchen schlendern, oder mit dem lokalen Bus zum Kloster Panormitis fahren, welches ein wichtiger Wallfahrtsort und dem Erzengel Michael gewidmet ist.

Ich habe mich bei der Hitze eher dem Müßiggang hingegeben und bin durch die Gassen und den Hafen geschlendert, um dann um die Mittagszeit etwas ausserhalb vom Hafen an einem kleinen Strand mit Taverne der Hitze zu entfliehen und im türkis-blauen, immer noch wunderbar warmem, Meer zu schwimmen. Am Nachmittag ging’s dann gemütlich durch ein par Lädchen bummelnd Richtung Hafen zurück, um in einer kleinen Taverne auf einen Imbiss und ein Getränk zu verweilen, einfach herrlich !

Die Rückfahrt am späten Nachmittag war dann deutlich welliger und ich war froh, zum Sonnenuntergang wieder auf Rhodos gelandet zu sein, der den Hafen und die mittelalterliche Altstadtmauer in ein zauberhaftes Licht tauchte.

Jetzt sind es nur noch wenige Tage, bis ich zurück muss. Diese werde ich mit Tauchen und an meinem aktuellen Lieblingsstrand verbringen. Ich berichte weiter.

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