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Dahab, Canyon Trip,14.November 2023

  • Autorenbild: ulibrosch
    ulibrosch
  • 14. Nov. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Heute war ein toller Tag. Da ich auch mal etwas anderes sehen wollte, als immer nur das tiefe Blau des Meeres, habe ich beschlossen, einen Ausflug zu machen. Ich habe mir gut überlegt was ich tun möchte, da ich ja hier schon so oft war. Am Ende fiel die Entscheidung auf Natur. Es sollte ein Canyon Trip in die Wüste werden.

Ich wurde früh am Morgen abgeholt und dann ging es mit nur wenigen Leuten und zwei großen Toyota Jeeps, natürlich gefahren von zwei netten ruhigen Beduinen, in die Wüste. Ich mag die Beduinen ja irgendwie sehr. Die sind immer höflich, ruhig und aufmerksam zurückhaltend. Sie sprechen auch eher leiser und mit gedämpfter Stimmlage, was mich sehr gern an den Oman denken läßt. Und sie können einfach richtig gut Jeep fahren. Also für meinen Geschmack ist es mehr als angenehm, mit ihnen unterwegs zu sein.

Die Wüste ist ja hier nicht eine Solche mit riesigen Sanddünen, sondern eher steinig, bergig und mit riesigen Wadi’s und Schluchten. Wir sind also ziemlich lange gefahren, um an unserem ersten Ziel anzukommen. Ich hab leider den Namen des ersten Canyon vergessen...irgendwas mit Hamata Canyon... ich weiß es einfach nicht mehr. Die Szenerie war atemberaubend. Trotz der Hitze von über 30 Grad ließ es sich gut aushalten, denn es ist sehr trocken und zudem wehte ein frisches Lüftchen. Wir sind dann also in den Canyon reingestiegen und es ging bergauf, bzw Felsblock auf und ab. Das war ziemlich anstrengend, aber soooo wunderschön. Und eine Ruhe war dort, herrlich. Ich hab ja ein so übergutes Gehör und bin daher ziemlich lärmempfindlich und daher war das dort mein Ruhe-Paradies. Man hört quasi nix, gar nix. Es flogen keine Vögel oder Insekten rum und wenn man was gehört hat, dann kam das von einem meiner Mit-Canyon- Kraxeler.

Nachdem wir diesen Canyon durchwandert hatten, sind wir noch weiter in die Wüste gefahren, um schließlich in einer Art Colored Canyon zu landen. Der echte Sinai Colored Canyon (in welchem ich vor Jahren schon mal war), ist gesperrt, bzw. wird nicht mehr angefahren. Leider konnte mir niemand sagen, warum das so ist. Nun denn, dieser Canyon tat es für mich ebenso. Einfach atemberaubend ! Es gab rote Steinformationen überall und in den verschiedensten Röttönen mäandernde Steinschichten, die sich wie Jahresringe durch die Felswände schlängelten und zu bizarren und die Fantasie anregenden Gebilden formten. Dazwischen waren immer wieder durch Wind und Regen entstandene Hohlräume und kleine Höhlen. Es mutete an, wie eine Science Fiction Filmkulisse und ich hätte mich wirklich nicht gewundert, wenn plötzlich ein Jedi Ritter oder Meister Yoda um die Ecke gekommen wäre.

Wir sind dann auch noch zum sog. White Canyon gefahren und dort reingewandert, der wieder ganz anders aufregend und sehr bizarr aussah.


Mittagessen- es war schon eher Nachmittag- gab es dann in einer Oase bei den Beduinen. Mitten im Nirgendwo wurde auf einmal alles saftig grün. Es gab Palmen und eine große Quelle mit einem Wasserbecken. Wir saßen alle im Beduinenzelt und es wurde ein leckereres einfaches Mahl und natürlich super süßer heißer schwarzer Tee gereicht. Am liebsten hätte ich gleich ein Nickerchen gemacht, so gemütlich war es dort.

Wir haben dann die Wüste wieder verlassen, aber nicht ohne dass unsere Fahrer uns vorher auf einer Sanddüne noch ihre Fahrkünste demonstrierten. Es ging vorwärts und rückwärts durch den tiefen Sand und ich bin immer schwer beeindruckt, wie man das ohne steckenbleiben schafft. Zum Tagesabschluß sind wir ans Meer gefahren und haben noch schwimmen und schnorcheln können. Es war herrlich, nachdem ich voll verschwitzt und verstaubt war, nochmal ins Meer zu hüpfen !

Ich hatte einen tollen Tag, bin ziemlich ko , werde morgen wieder Tauchen und selbstverständlich weiter berichten !


 
 
 

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